Vielfalt ist StärkeSozialpädagogische Beratung – Beruflicher Übergang in Ausbildung (BÜA)
Brücken bauen – Vertrauen leben – Vielfalt stärken
Als Sozialpädagoge an der Theodor-Heuss-Schule begleite ich junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Mein Ziel ist es, Brücken zu bauen – zwischen Schule und Lebenswelt, zwischen Jugendlichen und Erwachsenen, zwischen Herkunft und Zukunft. Ich möchte Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, Vertrauen in sich selbst, in Beziehungen und in ihre Fähigkeiten zu entwickeln.
Meine Arbeit basiert auf einer wertschätzenden, offenen und gleichberechtigten Grundhaltung.
Nach Carl Rogers (1972) gelingt echte pädagogische Beziehung dann, „wenn wir dem anderen mit Empathie, Kongruenz und bedingungsloser positiver Wertschätzung begegnen“ (Rogers, Klientenzentrierte Gesprächstherapie, S. 48 ff.).
Diese Haltung prägt jede Begegnung – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sprache oder sozialem Hintergrund. Ich sehe kulturelle Vielfalt, Migrationserfahrungen und familiäre Prägungen als Stärken, die Identität und Widerstandskraft fördern und das gemeinsame Lernen bereichern.
Mein sozialpädagogisches Handeln orientiert sich an den Prinzipien der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch (1992):
„Soziale Arbeit darf nicht außerhalb des Lebens der Menschen stehen, sondern muss sich an deren Alltag und Wirklichkeit orientieren“ (Thiersch, Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, S. 31).
Ich begegne Jugendlichen dort, wo sie stehen – mit ihren Themen, Fragen und Herausforderungen – und unterstütze sie, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken und zu nutzen.
Beziehung ist für mich der zentrale Ort von Wachstum und Entwicklung.
Virginia Satir (1983) beschreibt, dass „Menschen die Fähigkeit besitzen, zu wachsen und sich zu verändern, wenn sie in einem Klima von Annahme und Vertrauen leben“ (Wachstum im menschlichen Zusammenleben, S. 22).
Daran orientiert sich meine Arbeit: Ich möchte Mut machen, neue Wege zu gehen, Vertrauen zu entwickeln und eigene Stärken zu erkennen – auch nach schwierigen Erfahrungen.
Ein wichtiger Bestandteil meines pädagogischen Handelns ist die Kommunikation auf Augenhöhe.
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg (2001) bildet hierfür eine wichtige Grundlage:
„Wenn wir mit dem Herzen hören, erkennen wir, dass alle Menschen die gleichen Bedürfnisse teilen“ (Gewaltfreie Kommunikation, S. 56).
In diesem Sinne gestalte ich Gespräche mit Schülerinnen, Eltern und Kolleginnen empathisch, lösungsorientiert und respektvoll.
Angebote und Aufgaben
Ich biete Schülerinnen und Schülern Unterstützung in persönlichen, schulischen oder familiären Fragen an – vertraulich und freiwillig.
Dazu gehören unter anderem:
- Beratung bei Konflikten in Schule, Familie oder Freundeskreis
- Unterstützung in Krisensituationen
- Förderung sozialer Kompetenzen und Selbstwirksamkeit
- Vermittlung von Kontakten zu Beratungsstellen und Hilfsangeboten
- Projekte zur Stärkung von Klassengemeinschaft, Kommunikation und Selbstreflexion
Darüber hinaus arbeite ich eng mit Lehrkräften, Eltern und außerschulischen Partnern zusammen, um die bestmögliche Förderung und Begleitung der Jugendlichen sicherzustellen.
Mein Auftrag ist es, Räume zu schaffen, in denen Vertrauen, Dialog und persönliche Entwicklung möglich werden – damit jede und jeder die Chance hat, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten.