• Autor: Philip Maurer
  • Thema: Schulleben
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Schule und Gesundheit – Gemeinsam für eine gesunde SchulkulturUnser Gesundheitsteam – G(et)T(ogether)22

Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und Lehren. Aus diesem Grund beteiligt sich unsere Schule am hessischen Schulentwicklungsprogramm „Schule & Gesundheit“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB). Ziel dieses Programms ist es, Schulen dabei zu unterstützen, Gesundheit systematisch als Bestandteil von Schulentwicklung zu verankern und langfristig eine gesundheitsförderliche Schulkultur aufzubauen.

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die Gründung unseres Gesundheitsteams, das sich aus zwölf engagierten Kolleginnen und Kollegen zusammensetzt. Das Team arbeitet bewusst multidisziplinär, sodass unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen zusammenkommen. Gemeinsam beschäftigen sich die Mitglieder mit den verschiedenen Handlungsfeldern – den sogenannten „Blütenblättern“ – des Programms „Schule & Gesundheit“. Diese umfassen unterschiedliche Bereiche der schulischen Gesundheitsförderung, die sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte und das gesamte Schulleben betreffen.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer bisherigen Arbeit liegt im Themenfeld Lehrkräftegesundheit. Hier hat unsere Schule bereits einiges geleistet: Ausgehend von einer Überlastungsanzeige wurden Maßnahmen entwickelt und erprobt, die das Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit der Lehrkräfte stärken sollen. Dazu gehören unter anderem der Austausch über belastungsreduzierende Strukturen im Schulalltag, die Förderung kollegialer Unterstützung sowie Angebote zur Reflexion und Prävention – intern und extern.

Die intensive Arbeit in diesem Bereich trägt nun Früchte: Aktuell befindet sich unsere Schule im Zertifizierungsprozess für das Teilzertifikat „Lehrkräftegesundheit“ innerhalb des Programms „Schule & Gesundheit“. Dieser Prozess würdigt nicht nur bereits erreichte Entwicklungen, sondern eröffnet zugleich neue Perspektiven für eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Schule.

Mit dem Gesundheitsteam und der Teilnahme am Programm „Schule & Gesundheit“ setzen wir ein klares Zeichen: Gesundheit ist ein gemeinsames Anliegen unserer Schulgemeinschaft. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit, neue Impulse und gemeinsame Projekte möchten wir auch in Zukunft daran arbeiten, unsere Schule zu einem Ort zu machen, an dem Lernen, Arbeiten und Zusammenleben gesund und erfolgreich gestaltet werden können.

Unsere bisherigen Projekte:

Schülerinitiative für den guten Zweck: Erfolgreiches Projektmanagement zugunsten krebskranker Kinder

Wie aus Theorie gelebte Praxis wird, konnten Schülerinnen und Schüler unserer Fachoberschule Gesundheit im Rahmen eines besonderen Projekts eindrucksvoll zeigen. Nachdem sie zuvor im Unterricht die zentralen Meilensteine und Prozessschritte des Projektmanagements kennengelernt hatten, setzten sie dieses Wissen eigenständig in die Praxis um – mit einem klaren Ziel: Spendengelder für den Verein Hilfe für krebskranke Kinder FFM zu sammeln, der sich für die Forschung, Heilung und Pflege krebskranker Kinder engagiert.

Von der ersten Projektidee über die Planung und Organisation bis hin zur konkreten Umsetzung übernahmen die Schülerinnen und Schüler selbstständig Verantwortung für alle Projektphasen. Sie entwickelten kreative Aktionen zur Spendensammlung, koordinierten Aufgaben innerhalb der Gruppe und reflektierten kontinuierlich ihre Fortschritte – ganz im Sinne eines professionellen Projektmanagements. Dabei standen Teamarbeit, Eigeninitiative und gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt.

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war der Besuch des Vereins an unserer Schule. Zwei Vertreter des Vereins informierten vier Gesundheitsklassen der Bildungsgänge BG und FOS über ihre wichtige Arbeit in der Unterstützung krebskranker Kinder und deren Familien. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei eindrucksvolle Einblicke in die Herausforderungen, aber auch in die Fortschritte der Forschung und Versorgung in diesem Bereich.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung fand die feierliche Übergabe der gesammelten Spendengelder statt. Dieser Moment bildete den emotionalen Abschluss eines Projekts, das nicht nur organisatorische Kompetenzen gefördert, sondern auch das soziale Bewusstsein der Beteiligten gestärkt hat.

Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum schulischen Engagement im Rahmen des hessischen Landesprogramms „Schule & Gesundheit“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB). Das Programm verfolgt das Ziel, Gesundheitsförderung, Prävention und soziales Verantwortungsbewusstsein nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Durch die Auseinandersetzung mit der Situation krebskranker Kinder, die Begegnung mit einem engagierten Verein und das aktive Sammeln von Spenden wurde Gesundheit nicht nur als Unterrichtsthema behandelt, sondern ganzheitlich erfahrbar gemacht.

Das positive Feedback der teilnehmenden Klassen sowie der Vertreterinnen und Vertreter des Vereins zeigte deutlich, wie wertvoll solche Initiativen sind. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement der Projektgruppe, die die Idee entwickelte und mit großem Einsatz umgesetzt hat.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbunden werden kann – und wie Schülerinnen und Schüler durch Eigeninitiative einen wichtigen Beitrag für andere leisten können. Gleichzeitig unterstreicht es, wie die Ziele des Programms „Schule & Gesundheit“ durch praktische Projekte lebendig und nachhaltig umgesetzt werden können.

Zwei Jahre Zusammenarbeit mit der Stiftung Bärenherz – Engagement unserer Schülerinnen und Schüler

Seit mittlerweile zwei Jahren besteht an unserer Schule eine besondere Zusammenarbeit mit der Stiftung Bärenherz, die Familien mit schwerstkranken Kindern unterstützt. Das Projekt wurde ursprünglich von Schülerinnen und Schülern im Rahmen des hessischen Programms „Schule und Gesundheit“ initiiert und hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil unseres schulischen Engagements im sozialen Bereich entwickelt.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Kooperation sind Begegnungen, die Einblicke in die wertvolle Arbeit der Stiftung ermöglichen. Im vergangenen Jahr hatte eine Schülergruppe die Gelegenheit, die Stiftung in Wiesbaden zu besuchen. Vor Ort konnten sie die Räumlichkeiten kennenlernen und einen Eindruck davon gewinnen, welche Angebote Bärenherz für betroffene Kinder und ihre Familien bereithält. Die persönliche Begegnung machte deutlich, wie wichtig Orte sind, an denen Familien Unterstützung, Entlastung und Gemeinschaft erfahren.

In diesem Jahr kam die Stiftung zu uns: Eine Vertreterin von Bärenherz besuchte unsere Schule und berichtete eindrucksvoll von der täglichen Arbeit mit den Kindern und ihren Familien. Besonders berührend war ihre Botschaft, dass bei Bärenherz trotz aller Herausforderungen „mehrmals am Tag herzlich gelacht wird“. Damit machte sie deutlich, dass neben der professionellen Pflege auch Lebensfreude, Menschlichkeit und gemeinsames Erleben eine zentrale Rolle spielen.
Die Zusammenarbeit mit Bärenherz zeigt, wie wichtig gesellschaftliches Engagement bereits im schulischen Kontext sein kann. Unsere Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, setzen sich mit sozialen Themen auseinander und erleben, wie ihr Einsatz anderen Menschen zugutekommt.
Wir freuen uns sehr, diese Kooperation weiterzuführen und auch in Zukunft gemeinsam Projekte zu gestalten, die Solidarität, Mitgefühl und gesellschaftliches Engagement stärken.

Hier geht es zur Stiftung Bärenherz>>

Mutmach-Tüten für junge Patientinnen und Patienten

Eine engagierte Projektgruppe unserer Schule setzte eine Initiative um, die ebenfalls aus ihrem Projektmanagement-Prozess hervorging. Sie platzierte eine Spendenbox im Lehrerzimmer. Durch die Beteiligung des Kollegiums kam auf diese Weise eine Summe von insgesamt 123 Euro zusammen.
Mit den gesammelten Geldern entwickelten die Schülerinnen eine besondere Idee: sogenannte „Mutmach-Tüten“ für Kinder und Jugendliche, die im Sana-Klinikum Offenbach behandelt werden. Die Tüten wurden von der Projektgruppe sorgfältig zusammengestellt und enthalten kleine Aufmerksamkeiten, die jungen Patientinnen und Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts ein wenig Freude, Ablenkung und vor allem Mut schenken sollen.

Ein zentraler Gedanke hinter den Mutmach-Tüten ist es, Kindern die Angst vor medizinischen Maßnahmen – insbesondere vor Blutabnahmen – zu nehmen oder diese zumindest zu reduzieren. Dabei wird mit einer kindgerechten Analogie gearbeitet: dem Bild der „Körpertankstelle“. Den Kindern wird erklärt, dass der Körper – ähnlich wie ein Fahrzeug an einer Tankstelle – manchmal „auftanken“ oder überprüft werden muss, damit alles gut funktioniert. Die Blutabnahme wird so verständlicher und weniger bedrohlich dargestellt.
Ein besonderer Moment für die Schülerinnen war der persönliche Besuch im Klinikum. Dort übergaben sie die Mutmach-Tüten direkt vor Ort an die Klinik – im Beisein der Chefärztin der entsprechenden Abteilung. Die Begegnung mit den Verantwortlichen der Klinik machte für die Projektgruppe noch einmal deutlich, wie wichtig auch kleine Gesten der Unterstützung für erkrankte Kinder und deren Familien sein können.

Das Projekt steht zugleich im Einklang mit den Zielen des hessischen Landesprogramms „Schule & Gesundheit“. Dieses verfolgt das Ziel, Gesundheitsförderung, Prävention und soziales Verantwortungsbewusstsein nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Durch die Entwicklung der Mutmach-Tüten und die direkte Zusammenarbeit mit einer medizinischen Einrichtung konnten die Schülerinnen nicht nur theoretisches Wissen aus dem Unterricht anwenden, sondern auch einen konkreten Beitrag zur Unterstützung von Kindern in einer gesundheitlich herausfordernden Situation leisten.

Die Initiative der Projektgruppe zeigt eindrucksvoll, wie schulisches Lernen, gesellschaftliches Engagement und Gesundheitsförderung miteinander verbunden werden können – ganz im Sinne eines lebendigen und verantwortungsbewussten Schullebens.

Projekt WISE-UP: Bewusster Umgang mit digitalen Medien im Schulalltag

Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Sie eröffnen zahlreiche Möglichkeiten für Kommunikation, Information und Lernen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch immer deutlicher, dass ein intensiver digitaler Konsum auch Herausforderungen mit sich bringen kann. Stress, Angst, depressive Verstimmungen, Cybermobbing, digitale Abhängigkeit oder soziale Isolation sind Themen, die im Zusammenhang mit der Mediennutzung zunehmend diskutiert werden. Auch im schulischen Alltag erleben Lehrkräfte immer häufiger, dass es schwieriger wird, eine konzentrierte Lernatmosphäre zu schaffen und dass das soziale Miteinander darunter leiden kann.
Vor diesem Hintergrund beteiligt sich unsere Schule am Projekt WISE-UP. Ziel dieses Schulprojekts ist es, einen bewussten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu fördern und damit das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften nachhaltig zu stärken.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Einführung achtsamkeitsbasierter Werkzeuge in den Schulalltag. Diese sollen dabei helfen, Stress besser zu bewältigen, die persönliche Resilienz zu stärken und gesündere digitale Gewohnheiten zu entwickeln. Schülerinnen und Schüler lernen dabei unter anderem, ihre eigene Mediennutzung bewusster wahrzunehmen, digitale Pausen zu gestalten und Strategien für einen ausgewogenen Umgang mit digitalen Geräten zu entwickeln.
Das Projekt ist Teil einer internationalen Initiative zur Gestaltung der digitalen Transformation im Bildungswesen. Insgesamt sollen rund 70 Schulen in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien an diesem innovativen Pilotprojekt teilnehmen. Dabei wurde unsere Schule als einziger Standort in Hessen ausgewählt. Unterstützt wird das Vorhaben von erfahrenen Organisationen, die sich auf Achtsamkeit und Wohlbefinden im pädagogischen Kontext spezialisiert haben.

Mit der Teilnahme an WISE-UP möchte unsere Schule einen Beitrag dazu leisten, die Chancen der Digitalisierung bewusst zu nutzen und gleichzeitig die Gesundheit und das Wohlbefinden der gesamten Schulgemeinschaft zu stärken. Denn erfolgreiches Lernen braucht nicht nur gute digitale Werkzeuge – sondern auch Aufmerksamkeit, Balance und ein respektvolles Miteinander.

Hier geht es zum Projektbericht>>

„Ich bin total geFLASHt!“ – Sensibilität für psychische Erkrankungen wecken

Ausgehend von der Tatsache, dass viele Schüler belastende Situationen erfahren und sich oft nicht trauen, darüber zu sprechen bzw. sich Hilfe zu suchen, da psychische Not noch oft mit einem Stigma belastet ist, läd die THS jährlich Kolleginnen/ Kollegen der Frankfurter Uniklinik in die 11te Gesundheitsklasse der THS ein.

Mit dem Schwerpunkt Psychiatrie und Psychotherapie wird im „FLASH-Workshop“
(Frankfurt lernt/lehrt, was anders heißt) vor allem an Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule im Rahmen von ungefähr vier Unterrichtsstunden eine Übersicht über die psychiatrische Arbeit vermittelt und gemeinsam mit den Schülern zu typischen Krankheitsbildern gearbeitet. Dabei soll bei Jugendlichen die Sensibilität für psychische Erkrankungen geweckt werden, um das Verständnis für die Situation Betroffener zu verbessern – da es diese auch in Schulklassen geben kann.

Im Anschluss an eine Einführungspräsentation, die von den Schülern bereits durch
diverse Zwischenfragen u.a. zu Fehlvorstellungen der Schülerschaft aus Filmen und
Internet, wie Zwangsjackengebrauch und Tranquilizerspritzen lebendig ergänzt
wurde, ging es im Anschluss um folgende Fragen: Was versteht man unter Psychiatrie? Was sind die Unterschiede zwischen Psychologen und Psychiatern und Psychotherapeuten? Wie entstehen eigentlich psychische Erkrankungen? Wo bekommt man schnell Hilfe?

Anschließend wurden Symptome von drei psychischen Erkrankungen erarbeitet und
besprochen. Oft wird im Rahmen des Vormittages betont, dass „alle Menschen im Verlaufe ihres Lebens zeitweise Symptome erleben, diese jedoch nicht zwangsweise eine psychische Erkrankung bedeuten müssen.“ Es geht auch darum, wie man Resilienz entwickeln und individuelle Ressourcen entdecken kann, die bestenfalls als Ventil greifen „um das Fass nicht zum Überlaufen zu bringen“.

In Bezug auf Unterstützungsangebote wird im Anschluss noch auf viele Möglichkeiten der individuellen Beratung eingegangen. Therapie-Apps, die der Hausarzt/ Psychiater verordnen kann und digitale Gesundheitsanwendungen, wie z.B. „Relax VR Reality“, „Mind-Doc“ oder „Deprexis“.
Wenn es einmal schnell gehen muss, sei auch immer das Kinder- und Jugendtelefon
eine Option, um Hilfe zu bekommen: nummergegenkummer.de, 116 111 oder die 24
Stunden-Telefonseelsorge: 0800 – 111 0 111.

Bei Notfällen sei es selbstverständlich auch immer möglich, sich in der nächsten
psychiatrischen Notaufnahme vorzustellen und die 112 zu wählen.

„Hand aufs Herz“ Reanimationsprojekt an unserer Schule – „Ein Leben retten kann jeder“

An unserer Schule findet regelmäßig ein besonderes Projekt zur Ersten Hilfe statt: das Reanimationsprojekt. Gemeinsam mit verschiedenen Erste-Hilfe-Kursleitern lernen unsere Schülerinnen und Schüler, wie sie in einem Notfall richtig handeln und möglicherweise Leben retten können. Im Mittelpunkt steht dabei eine wichtige Botschaft: Die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind entscheidend für das Überleben.

In den Projekteinheiten erfahren die Schülerinnen und Schüler zunächst, was im Körper bei einem Herzstillstand passiert und warum schnelles Handeln so wichtig ist. Schon nach wenigen Minuten ohne Hilfe kann das Gehirn dauerhaft geschädigt werden. Deshalb kommt es darauf an, sofort aktiv zu werden – auch ohne medizinische Vorkenntnisse.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist das Prinzip „Prüfen – Rufen – Drücken“. Die Schülerinnen und Schüler üben, eine bewusstlose Person zu überprüfen, Hilfe zu rufen und anschließend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. An Übungspuppen können sie die richtige Technik praktisch ausprobieren und Sicherheit im Handeln gewinnen.

Besonders wichtig ist uns dabei der Ansatz „Einer tut es – und leitet andere an“. Wer in einer Notfallsituation handelt, bleibt nicht allein: Er oder sie kann andere Menschen gezielt einbeziehen – etwa indem jemand den Notruf wählt, eine weitere Person beim Drücken hilft oder einen Defibrillator holt. So entsteht aus einer einzelnen Handlung schnell eine funktionierende Rettungskette.
Um dieses Wissen auch über den Unterricht hinaus sichtbar zu machen, führen unsere Schülerinnen und Schüler Pausenhofaktionen durch. Dabei zeigen sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, wie Wiederbelebung funktioniert, erklären die wichtigsten Schritte und laden zum Mitmachen ein. Auf diese Weise geben sie ihr Wissen weiter und motivieren andere, im Ernstfall ebenfalls zu helfen.
Das Reanimationsprojekt ist zugleich ein wichtiger Baustein unserer Teilnahme am hessischen Landesprogramm „Schule & Gesundheit“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB). Ziel dieses Programms ist es, Gesundheitsförderung und Prävention nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Indem unsere Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen und in Notfällen kompetent zu handeln, leisten sie einen aktiven Beitrag zu einer gesundheitsfördernden Schulkultur.

Unser Ziel ist klar: Hemmungen abbauen, Wissen weitergeben und Mut machen, im Ernstfall nicht wegzuschauen, sondern zu handeln. Denn jeder kann helfen – und manchmal reichen wenige Minuten und entschlossenes Handeln, um ein Leben zu retten.

Spendenprojekt der Fachoberschule Gesundheit: Engagement für „Ärzte ohne Grenzen“

Im Zeitraum von Oktober 2025 bis März 2026 führte ein engagiertes Schülerinnen- und Schülerteam der Fachoberschule 12 Gesundheit ein umfassendes Spendenprojekt in Kooperation mit der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ durch. Grundlage für die Planung und Umsetzung bildeten Inhalte aus dem Themenfeld „Projektmanagement“, die im Unterricht erarbeitet wurden.
Unter der fachlichen Anleitung und Aufsicht zweier Kolleginnen übernahmen die Schülerinnen und Schüler dabei eigenständig die gesamte Organisation des Projekts – von ersten Ideen zur erfolgreichen Durchführung. Ziel war es, durch kreative und gemeinschaftliche Aktionen finanzielle Mittel zu sammeln und diese der humanitären Organisation zu übergeben.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war das Sammeln von Pfandflaschen innerhalb der Schule. Hierfür wurden Pfandtonnen der Stadt Offenbach genutzt, die als Kooperationspartner das Vorhaben unterstützte. Darüber hinaus organisierten die Schülerinnen und Schüler einen Kuchenverkauf, der auf große Resonanz stieß.
Ein besonderes Highlight war ein großer Informationsstand im Foyer der Schule. Dort informierte das Team über die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ und machte auf die Bedeutung medizinischer Hilfe in Krisengebieten aufmerksam. So wurde nicht nur Geld gesammelt, sondern auch das Bewusstsein für globale Herausforderungen gestärkt.
Das Projekt knüpft zudem an die Zielsetzungen der Kultusministerkonferenz im Bereich „Schule und Gesundheit“ an. Es fördert nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Gesundheitsbewusstsein, soziale Verantwortung und die Bereitschaft, sich für das Wohlergehen anderer einzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv mit globalen Gesundheitsfragen auseinander und entwickeln dabei wichtige personale und gesellschaftliche Kompetenzen.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie schulisches Lernen und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können. Die Schülerinnen und Schüler haben bewiesen, dass sie mit Eigeninitiative, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein einen wertvollen Beitrag leisten können.

Hier geht es zu Ärzte ohne Grenzen>>

Unser Gesundheitsteam stellt sich vor…

Teams

Unser Gesundheitsteam

Christiane Deliaga

Deliaga@thsofs.schule

Dr. Evmarie Frank, Studiendirektorin

Mitglied der Schulleitung, zuständig für:
- Fachoberschule

+49 69 8065-4020
frank@thsofs.schule

Eugen Koslowski

Koslowski@thsofs.schule

Jörn Harland

harland@thsofs.schule

Katharina Richter-Martiny

martiny@thsofs.schule

Sophie Braunstein

Braunstein@thsofs.schule

Stefanie Vietor

vietor@thsofs.schule

Victoria Kärtner

kaertner@thsofs.schule

Tobias Bischoff

Bischoff@thsofs.schule

Yvonne Geiss

Geiss@thsofs.schule