Nachhaltigkeit lokal in unserem Klimamuseum verankert und international vernetztHerzlichen Glückwunsch: Unsere Schüler qualifizieren sich für das Finale in Essen!

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Unsere Schüler qualifizieren sich für das Finale

Nachhaltigkeit lokal im Klimamuseum verankert und international vernetzt

Zehn Schülerinnen und Schüler aus unserem Beruflichen Gymnasium haben mit ihrem innovativen Konzept im Rahmen des „YES! – Young Economic Solutions“ überzeugt: Nach einer erfolgreichen Bewerbung und mehreren Fachgesprächen mit Mitarbeitern des „Leibnitz Institutes“ zieht das Team nun ins Regionalfinale ein, das vom 17. bis 18. Juni in Essen stattfindet. Begleitet wird die Gruppe von Dr. Knut Beuck, der das Projekt fachlich betreut, da er es maßgeblich entwickelt hat.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Eigenständigkeit und Tiefe die Schüler ihr Konzept entwickelt haben. Sie denken Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch, sondern setzen sie konkret um – genau das ist das Ziel unseres Klimamuseums und unserer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+.“, so Dr. Beuck.

Aquaponik – ein geschlossenes System im Showroom

Im Wettbewerb präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Ideen vor einer Fachjury. Im Zentrum stand dabei ein zukunftsweisender Ansatz zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion: Aquaponik – ein geschlossenes System, in dem Fischzucht und Pflanzenanbau miteinander kombiniert werden. Dieses Konzept ist nicht nur theoretisch durchdacht, sondern wird an der Schule bereits praktisch als zugänglicher Showroom umgesetzt.

Das Klimamuseum als Lern- und Innovationsort

Eine zentrale Rolle spielt dabei das schuleigene Klimamuseum, das kontinuierlich von Schülerinnen und Schülern weiterentwickelt wird. Hier wird Nachhaltigkeit nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht. Aquaponik-Anlagen dienen als anschauliches Beispiel für Kreislaufwirtschaft ohne Abfallstoffe und klimaneutrale Produktion.

Abstrakte Themen wie Klimawandel und nachhaltiges Wirtschaften werden greifbar. In einem geschlossenen System werden Ressourcen effizient genutzt – Wasser wird eingespart, Abfallstoffe werden wiederverwertet und gleichzeitig entstehen Lebensmittel. Damit leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zu zahlreichen globalen Nachhaltigkeitszielen.

Von der Idee zur internationalen Zusammenarbeit

Das Projekt ist Teil eines umfassenden internationalen Engagements im Rahmen von Erasmus+. Gemeinsam mit Partnerschulen weltweit arbeiten die Schülerinnen und Schüler daran, nachhaltige Lösungen weiterzuentwickeln und an unterschiedliche regionale Bedingungen anzupassen.

Im Fokus steht dabei nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die wirtschaftliche Perspektive: Fragen zu Kosten, Finanzierung und Erträgen spielen eine zentrale Rolle. So kann eine Aquaponik-Anlage nicht nur zur Versorgung beitragen, sondern auch neue Einkommensmöglichkeiten schaffen – insbesondere in Regionen mit begrenzten Ressourcen. Der momentane Schwerpunkt liegt auf der Aufforstung von Mangrovenwäldern, welche gemeinsam mit der Abteilung für maritime Tropenforschung des Leibnitz Institutes, der Vietnamese German University (VGU) und dem Viendong College auf einen modifizierten Aquaponik-Ansatz beruht.

Auf dem Weg nach Essen: Feinschliff für das Finale

Mit dem Einzug ins Regionalfinale wartet nun der nächste große Schritt: Bis zum Finale in Essen werden die Schülerinnen und Schüler ihr Konzept weiter- entwickeln und erneut vor einer Jury präsentieren. Dabei geht es insbesondere darum, dass sie ihre Ideen noch klarer akzentuieren und wirtschaftlich untermauern.                                                                                                Die intensive Vorbereitung zeigt bereits jetzt Wirkung: Die Gruppe verbindet wissenschaftliche Analyse mit praktischer Umsetzung und gesellschaftlichem Engagement – ein Ansatz, der im YES!-Wettbewerb besonders gefragt ist.

Lokal verankert und international vernetzt

Das Projekt verdeutlicht, wie Schule über den Unterricht hinauswirken kann:      Die Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv mit globalen Herausforderungen auseinander und entwickeln eigenständig Lösungen. Das Klimamuseum dient dabei als Ausgangspunkt für nachhaltiges Denken – lokal verankert und international vernetzt.

Mit ihrer Qualifikation für das Finale setzen die Jugendlichen ein starkes Zeichen: Für innovative Bildung, für gelebte Nachhaltigkeit und für die Kraft gemeinschaftlicher Ideen.