Delegation unseres Erasmus+-Teams im Rahmen eines Job Shadowing im hohen NordenLernen im Kreislauf und Showroom erweitern – neue Ideen aus Norwegen


Lernen im Kreislauf und Showroom erweitern, neue Ideen aus Norwegen
Delegation unseres Erasmus+-Teams im Rahmen eines Job Shadowing im hohen Norden
Wie können Schülerinnen und Schüler Nachhaltigkeit nicht nur besprechen, sondern selbst erleben? Dieser Frage geht derzeit eine Abordnung des Erasmus+-Teams unserer Schule bei einem Job Shadowing an der Val Skoler in Kolvereid nach. Im Mittelpunkt steht die Aquaponik – und die Idee, daraus einen neuen praktischen Lernort bei uns zu entwickeln. Die Val Skoler arbeitet bereits erfolgreich mit Aquaponik und bindet die Anlage in ihren praxisorientierten Unterricht ein. Aquaponik verbindet die Haltung von Fischen mit dem Anbau von Pflanzen in einem gemeinsamen Kreislauf. So werden Nachhaltigkeit, Technik und Wirtschaft unmittelbar erlebbar. Besonders beeindruckt ist unser Team davon, wie schnell die norwegische Schule ihre Ideen umgesetzt hat. Kurze Wege, viel Eigeninitiative und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, haben dazu beigetragen, innerhalb kurzer Zeit einen festen Lernort zu schaffen.
Vom Showroom zum praktischen Lernort
Diese Erfahrungen sollen nun zu uns nach Offenbach übertragen werden. Der bestehende Showroom in unserer Schule soll um eine praktische Komponente erweitert werden. Ein erster Schwerpunkt ist für die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) geplant. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei über einen längeren Zeitraum selbst Verantwortung übernehmen: Sie sollen sich um die Tiere und Pflanzen der Aquaponik-Anlage kümmern und deren Entwicklung unmittelbar verfolgen können. So können sie praktisch lernen, wie ökologische und wirtschaftliche Fragen zusammenhängen. Gleichzeitig gestalten sie ihren Lernort selbst mit. Das soll die Identifikation mit dem Projekt stärken und zu mehr Beteiligung und Verantwortung führen.
„Verantwortung übernehmen und Lernen ganz praktisch erfahren können“
Mit der Val Skoler wurden bereits die nächsten Schritte vereinbart. Die norwegischen Kolleginnen und Kollegen werden uns bei der Entwicklung des Unterrichtskonzepts und beim Aufbau des Lernortes unterstützen. Auch ein Gegenbesuch in Offenbach ist geplant.
Das Erasmus+-Team nutzt die weiteren Tage in Kolvereid, um die Arbeit vor Ort genauer kennenzulernen und gemeinsam Ideen für die Umsetzung zu entwickeln. Im Schuljahr 2027/28 soll aus den Erfahrungen in Norwegen ein neuer Lernort für unsere Schule entstehen – gestaltet gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern.
„Gute Ideen brauchen einen (physischen) Raum, sich zu entfalten. Als Schule möchten wir solche Räume schaffen, in denen unsere Schülerinnen und Schüler aktiv werden können, Verantwortung übernehmen und Lernen praktisch erfahren können“, sagte unsere Schulleiterin Frau Makosz.



