FachoberschuleFOS – Die clevere Alternative auf dem Weg zur Fachhochschulreife (Fachabitur)
Die Fachoberschule (FOS) baut auf dem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) auf und ermöglicht das Fachabitur, mit dem man an jeder Fachhochschule studieren kann. An Hessischen Universitäten kann man Bachelor-Studiengänge belegen.
Unsere Schwerpunkte sind die Fachrichtungen:
- Wirtschaft und Verwaltung
- Gesundheit
Welche Form ist die richtige für mich?
Wirtschaft und Verwaltung
Die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung ist die richtige Schulform für junge Menschen,
- die Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen haben,
- einen Schulabschluss erwerben möchten, der für ein Bachelor-Studium in Hessen oder an einer
- Fachhochschule im gesamten Bundesgebiet berechtigt und
- die sich für einen Beruf qualifizieren möchten, der die allgemeine Fachhochschulreife voraussetzt.
Gesundheit
Die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gesundheit ist die richtige Schulform für junge Menschen,
- die Interesse an gesundheitsbezogenen Zusammenhängen haben,
- einen Schulabschluss erwerben möchten, der für ein Bachelor-Studium in Hessen oder an einer Fachhochschule im gesamten Bundesgebiet berechtigt und
- die sich für einen Beruf qualifizieren möchten, der die allgemeine Fachhochschulreife voraussetzt.
Der Schwerpunktbereich dieser Fachrichtung umfasst
- Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers
- Diagnostik und Therapie von Krankheiten
- Prävention von Krankheiten
Für alle Schülerinnen und Schüler, die ihre Schule mit dem mittleren Abschluss verlassen, haben wir damit ein interessantes Angebot zur Erlangung der allgemeinen Fachhochschulreife innerhalb von zwei Jahren.
Falls sich Schülerinnen und Schüler mangels Alternative bereits an einer Fachoberschule an einem anderen Ort oder mit einem anderen Schwerpunkt beworben haben, können sie sich auch zusätzlich an unserer Schule anmelden. Dies gilt auch für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich bei uns an der THS bereits im Schwerpunkt Wirtschaft angemeldet haben.
2 Richtungen – ein Ziel – Fachabitur
Form A
- Die Ausbildung dauert zwei Jahre.
- Im ersten Jahr wird an drei Tagen in der Woche ein betriebliches Praktikum absolviert, an zwei Tagen findet in unserer Schule der Unterricht statt.
- Das zweite Schuljahr ist vollschulisch, was bedeutet, dass kein Praktikum mehr notwendig ist und an jedem Tag Unterricht stattfindet.
Form B
- Die Ausbildung dauert ein Jahr und ist vollschulisch, das heißt, es findet an 5 Tagen in der Woche Unterricht statt.
- Voraussetzung für den Besuch der B-Form:
- Neben dem mittleren Bildungsabschluss setzt die B-Form eine Berufsausbildung oder eine Ausbildung im dualen System oder in der Höheren Berufsfachschule (HBFS oder HBI) voraus.
Beide Bildungsgänge enden mit einer staatlich anerkannten Prüfung, der zentralen Abschlussprüfung für die Fachoberschulen. Es wird in folgenden Fächern geprüft: Schwerpunktfach (Wirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheit), Deutsch, Englisch und Mathematik. Für jedes Prüfungsfach werden die Aufgaben zentral durch das Hessische Kultusministerium erstellt. Ein erfolgreiches Bestehen der Fachoberschule führt zur Fachhochschulreife, mit der man jeden Studiengang an jeder Fachhochschule und an hessischen Universitäten Bachelor-Studiengänge belegen kann.
Vorteile für ein späteres Studium
Da in der 12. Klasse das jeweilige Schwerpunktfach Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheit 9 Stunden in der Woche unterrichtet wird, kann ein unschätzbarer Wettbewerbsvorsprung in Studiengängen zugehöriger Fachrichtungen aufgebaut werden, da viele Studieninhalte des Grundstudiums schon vermittelt werden.
Mit einem Fachabitur von der THS sind deshalb optimale Voraussetzungen gegeben, das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Besuch der…
FOS A-Form
Für die Aufnahme in die Form A der Fachoberschule müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Mittlerer Abschluss (Realschulabschluss) mit mindestens befriedigenden Leistungen in zwei der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch, wobei in keinem der genannten Fächer die Leistungen schlechter als ausreichend sein dürfen (z.B. Deutsch: 3, Mathematik: 3 und Englisch: 4).
- oder Mittlerer Abschluss (Realschulabschluss) in Form des qualifizierenden Realschulabschlusses
- oder die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe
FOS B-Form
- Mittlerer Abschluss wie für Form A
- und Abschlussprüfung in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf oder Abschluss einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufsausbildung durch eine staatliche Prüfung oder eine einschlägige Laufbahnprüfung im öffentlichen Dienst.
- Reichen die Noten des Mittleren Abschluss nicht aus, muss die Gesamtnote des Abschlusszeugnisses der Berufsschule 3,0 oder besser sein.
- Alternativ kann an die Stelle einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit in einem anerkannten einschlägigen Ausbildungsberuf treten
Wichtige Informationen zum Jahrespraktikum in der Fachrichtung…
Wirtschaft und Verwaltung
Im ersten Ausbildungsjahr der Form A absolvieren die Schüler*innen eine einschlägige fachpraktische Ausbildung in Form eines gelenkten Praktikums.
Das Praktikum dauert vom 1. August bis zum Ende der vorletzten Woche vor den Sommerferien. Den Praktikant*innen steht Jahresurlaub nach den gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen zu. Der Jahresurlaub ist in den Schulferien in Anspruch zu nehmen.
Es müssen mindestens 800 Zeitstunden im Praktikum geleistet werden.
Das Praktikum kann in Industrie-, Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieben als auch in öffentlichen Verwaltungen absolviert werden.
Die Schule achtet darauf, dass die Praktikumsbetriebe geeignet sind. Als geeignet gelten insbesondere Praktikumsbetriebe mit Ausbildungsberechtigung. Dies geschieht insbesondere mit Blick auf die Sie, da das Praktikum bestenfalls Einblicke in unterschiedliche Bereiche, Überblicke über schwerpunktspezifische Zusammenhänge, Mitarbeit in jeweils typischen Arbeitsabläufen sowie das Kennenlernen und Erproben kaufmännischer oder verwaltender Arbeitsmethoden bieten soll. Der Einsatz soll mindestens in drei Geschäftsbereichen erfolgen, beispielsweise im Personal- und Sozialwesen, Rechnungswesen, Zahlungs- und Kreditverkehr, Absatz- und Beschaffungswesen, in der Kundenberatung, Lagerhaltung usw. Moderne PC-Anwendungen und weitere Arbeiten mit entsprechenden Datenverarbeitungs- und Kommunikationsmitteln sollten fester Bestandteil der Ausbildung sein.
Gesundheit
Ein betriebliches Praktikum ist an drei Tagen der Woche in
Krankenhäusern oder Kliniken oder
Alten- und Pflegeheimen
zu absolvieren.
Im ersten Ausbildungsjahr der Form A absolvieren die Schüler/innen eine einschlägige fachpraktische Ausbildung in Form dieses gelenkten Praktikums.
Das Praktikum dauert vom 1. August bis zum Ende der vorletzten Woche vor den Sommerferien. Den Praktikant*innen steht Jahresurlaub nach den gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen zu. Der Jahresurlaub ist in den Schulferien in Anspruch zu nehmen.
Es müssen mindestens 800 Zeitstunden im Praktikum geleistet werden.
Das Praktikum kann z.B. in einem Krankenhaus, in größeren physiotherapeutischen Einrichtungen, dem Kranken-/ Altenpflegebereich sowie Reha-Einrichtungen absolviert werden.
Die Schule achtet darauf, dass die Praktikumsbetriebe geeignet sind. Als geeignet gelten insbesondere Praktikumsbetriebe mit Ausbildungsberechtigung. Dies geschieht insbesondere mit Blick auf Sie, da das Praktikum bestenfalls Einblicke in unterschiedliche Bereiche, Überblicke über schwerpunktspezifische Zusammenhänge, Mitarbeit in jeweils typischen Arbeitsabläufen sowie das Kennenlernen und Erproben vielfältiger Arbeitsmethoden bieten soll.
Der Schwerpunkt der Praktikant/innentätigkeit sollte auf der Betreuung, Begleitung und Pflege des kranken Menschen liegen. Die Praktikant/innen sollten dabei an den wesentlichen Schritten der Aufnahme, Diagnostik, Behandlung und deren Dokumentation von Patient*innen teilnehmen können und dabei Grundzüge von wichtigen Krankheiten kennen lernen und verstehen, Kommunikation mit Patienten und in der Institution Tätigen üben, Hygienemaßnahmen nachvollziehen können. Darüber hinaus soll das Praktikum den Praktikant*innen Einblick und Verständnis für die Abläufe einer Institution im Gesundheitswesen ermöglichen.
Für meine Bewerbungsmappe brauche ich…
FOS A
- Mittlere-Reife-Zeugnis oder Zeugnis, das eine Versetzung in die gymnasiale Oberstufe bescheinigt
- Eignungsfeststellung der abgebenden Schule für die Fachoberschule,
- Praktikumsvertrag,
- Bescheinigung über eine Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit oder eine Schullaufbahnberatung durch die abgebende Schule,
- Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie lange bereits einmal eine Fachoberschule besucht wurde, sofern die Anmeldung nicht direkt aus der Sekundarstufe I über die abgebende Schule erfolgt,
- Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie oft Prüfungen zur Erlangung der Fachhochschulreife abgelegt wurden, sofern die Anmeldung nicht direkt aus der Sekundarstufe I über die abgebende Schule erfolgt .
FOS B
- Mittlere-Reife-Zeugnis oder Zeugnis, das eine Versetzung in die gymnasiale Oberstufe bescheinigt
Nachweis eines beruflichen Abschlusses - Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie lange bereits einmal eine Fachoberschule besucht wurde
- Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie oft Prüfungen zur Erlangung der Fachhochschulreife abgelegt wurden.
Welche Perspektiven habe ich nach meinem Fachoberschulabschluss?
Die Fachoberschule schließt mit der „Allgemeinen Fachhochschulreife“ (umgangssprachlich „Fachabitur“) ab.
Mit diesem Abschluss haben die Absolventen Zugang zum Fachhochschulstudium im ganzen Bundesgebiet (und zwar fächerunabhängig) bzw. zu Bachelor-Studiengängen an hessischen Universitäten. Wer nicht studieren möchte, hat mit der Allgemeinen Fachhochschulreife die Möglichkeit, eine höherqualifizierte betriebliche Ausbildung, eine Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung oder bei der Polizei zu beginnen. In einigen Branchen sind Auszubildende mit Fachabitur besonders gefragt bzw. werden bevorzugt, denn durch die berufliche Orientierung im Schwerpunktfach wird ein idealer Start in die berufliche Ausbildung gewährleistet.
Auch für die Aufnahme vieler dualer Studiengänge ist die allgemeine Fachhochschulreife eine optimale Voraussetzung.
In allen Fällen haben unsere Schüler/innen durch die Erfahrungen während des einjährigen Praktikums bzw. durch die abgeschlossene Berufsausbildung beste Voraussetzungen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Mitbewerbern. Dies betrifft sowohl kaufmännische Ausbildungen als auch die Grundlagenkurse in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen.
Überzeugt? Dann bewerben Sie sich!
Noch Fragen oder ungeklärte Anliegen? Kontaktieren Sie gern die Abteilungsleiterin der Fachoberschule