Menschen brauchen Menschen/Abschiedsfeier für die ZFA Vom Escape-Room mit Berufskleidung und Zaubersprüchen aus Harry Potter
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Verabschiedung von unserer Kollegin Dr. Marina Ramil-Frank

Vom Escape-Room mit Berufskleidung und Zaubersprüchen aus Harry Potter
Menschen brauchen Menschen/Abschiedsfeier für die ZFA
Zu Beginn der Veranstaltung gratulierte die Fachgruppenvorsitzende der Zahnmedizinischen Fachangestellten Frau Buck im Namen des Abteilungsleiters Herrn Maurer den Absolventinnen und Absolventen. Er bedankte sich auch für die Zuwendung und die vorbildliche Betreuung der Lehrkräfte und bedauerte, dass er bei der Feier nicht anwesend sein konnte.
In ihrer Würdigungsrede für die Zahnmedizinischen Fachangestellten wies unsere Schulleiterin Frau Makosz auf diesen besonderen Tag hin. Sie freute sich mit den Absolventinnen und Absolventen und beglückwünschte sie dafür, dass sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Zunächst bezog sie sich in ihrer Rede auf den praktischen Teil der Ausbildung und betonte den fachübergreifenden Anspruch der Ausbildung.
„Diese verlange auf vielen Wissensgebieten Kenntnisse. Man brauche Kompetenzen in der Medizin, Psychologie, Organisation, Technik und im Krisenmanagement. Man müsse präzise arbeiten, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und vor allem, mit Menschen umgehen können.“ Mit diesen Worten würdigte Frau Makosz die Leistungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten.
Winkelstückaufsatz, die Matrize, die Kofferdamklammer
Sie sprach von den „unglaublichen Fähigkeiten“, die in der Ausbildung entwickelt wurden. „Sie haben gelernt, mit einer Hand den Sauger halten, mit der anderen Instrumente reichen, gleichzeitig telefonieren und dabei noch einem Patienten erklären, warum er bitte nicht auf das Röntgengerät klopfen soll. Das ist kein Beruf. Das ist ein Escape-Room mit Berufskleidung“, so Frau Makosz.
Auch die Sprache der Zahnmedizin war eine Herausforderung, die gemeistert wurde. Eine Sprache, die für Außenstehende ungefähr so klingt: „Wir brauchen den Winkelstückaufsatz, die Matrize, die Kofferdamklammer und bitte schnell den richtigen Aufsatz.“ Für mich hört sich das an, wie Zaubersprüche aus Harry Potter. Vermutlich haben die Absolventinnen und Absolventen mehr Stunden mit Anatomie als mit ihren Familienmitgliedern verbracht, vermutete Frau Makosz.
„Endlich darf ich heute zum Zahnarzt“
Besonders beeindruckend ist für unsere Schulleiterin, dass die Zahnmedizinischen Fachangestellten täglich mit Menschen arbeiten, die nicht immer freiwillig dort sind. Die meisten Menschen freuten sich auf einen Restaurantbesuch. Auf ein Konzert. Auf den Urlaub. Nur sehr wenige Menschen stehen morgens aber auf und denken: „Endlich darf ich heute zum Zahnarzt! Sie sprach den Anwesenden ihren Respekt dafür aus, dass es in den meisten Fällen gelänge, „dass die Patientinnen und Patienten sich gut aufgehoben fühlen.“
In Bezug auf den schulischen Teil der Ausbildung sagte Frau Makosz, dass sie davon ausgehe, dass die Absolventinnen und Absolventen gelernt haben, dass es tatsächlich möglich ist, eine halbe Seite über einen einzigen Zahn zu schreiben. Dieser kleine Knochenbewohner habe wohl oft mehr Aufmerksamkeit bekommen als manche berühmte Persönlichkeit. Am Ende dieses langen Weges stehe nun ein eindeutiges Ergebnis:
Diagnose: Abschluss bestanden.
Prognose: hervorragende Zukunftsaussichten.
Menschen brauchen Menschen
Unter Bezugnahme auf unseren Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der einmal den Satz „Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, aber sie ist gestaltbar.“ sagte, geht unsere Schulleiterin davon aus, dass dieses Zitat Satz sehr gut zu der Situation des Abschieds passe. Dieser sei auch oft ein Neuanfang. Viele wüssten noch nicht genau, wie ihr Weg weitergeht. Das sollte aber niemanden verunsichern, da niemand das beruhigende Lächeln von Zahnmedizinischen Fachangestellten ersetzen kann, wenn die Patienten Angst vor dem Zahnarzt haben. Dieses Vertrauen beginne in der Regel mit einem freundlichen „Guten Morgen“ oder „Guten Tag“. Besonders in einer Zeit, in der vieles digitaler, automatisierter und künstlich intelligenter wird, bleibt etwas bemerkenswert konstant: Menschen brauchen Menschen!
Fortbildungsmöglichkeiten nutzen
Frau Makosz schloss ihre Rede mit dem Wunsch ab: „Bewahren Sie sich Ihre Freude an Ihrem Beruf“ und bedankte sich bei den Ausbilderinnen und Ausbildern, den Lehrkräften sowie den Familien und Freunden, da diese dazu beigetragen haben, dass die Absolventinnen und Absolventen nun einen Berufsabschluss erworben haben.
Im Anschluss würdigte auch Dr. Dimitrios Georgalis, Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer Hessen, die Leistungen aller Absolventinnen und Absolventen. Er betonte, dass die Zahnmedizinischen Fachangestellten eine besondere Verantwortung hätten, da sie eine qualitativ gute Behandlung sicherstellen. Des Weiteren sollten sie sich für Fortbildungsmöglichkeiten interessieren, um sich beruflich weiterzubilden, so Dr. Georgalis.
Im Anschluss an seine Rede ehrte er die vier Auszubildenden mit den besten Prüfungsergebnissen:
- Iryna Velychko (1,5)
- Alexandra- Maria Bozgan (1,6)
- Lea Mikuschek (1,6)
- Farah Tarraf (1,6)
Frau Makosz würdigte die besten berufsschulischen Leistungen:
- Alexandra-Maria- Bozgan (1,0)
- Lea Mikuschek (1,0)
- Farah Tarraf (1,0)
- Nihad Fagrach (1,2)
- Lamia Jabli (1,3)
- Isabella Kalyvas (1,4)
Der offizielle Teil wurde mit der Übergabe der Abschlusszeugnisse für alle Absolventen und Absolventinnen abgeschlossen. Diese stießen mit Sekt auf ihren Erfolg an und wurden dann in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.
Danach wurde noch unsere langjährige Kollegin Dr. Marina Ramil-Frank herzlich verabschiedet. Wir werden sie nicht vergessen. Unsere Schulgemeinde wünscht ihr alles Liebe und Gute auf ihrem weiteren Lebensweg!