Abschlussfeier für die Fachabiturientinnen und FachabiturientenWarum der Erfolg das Ergebnis vieler kleine Schritte ist

Zum Artikel

Warum der Erfolg das Ergebnis vieler kleine Schritte ist

Abschlussfeier für die Fachabiturientinnen und Fachabiturienten

Unsere Schulleiterin Frau Makosz stellte in ihrer Abschiedsrede nicht nur die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt ihrer Würdigungsrede. Sie betonte auch die „bemerkenswerte Vielfalt“ einiger Schülerinnen und Schüler, die in Erinnerung bleiben würde.                   So kam es vor, dass sie das eine oder andere Mal in den Unterricht einer Klasse gebeten wurde. Der Anlass war nicht etwa eine hitzige Debatte über wirtschaftspolitische Themen oder Fragen über die großen philosophischen Fragen der Menschheit. Es ging schlicht darum, herauszufinden, warum Tiergeräusche durch das Klassenzimmer bzw. auch mal durch das Schulgebäude hallten. Sie räumte ein, dass die „Qualität dieser Darbietungen“ schon bemerkenswert skurril war, da man sich in diesen Momenten fragen musste, ob man sich tatsächlich noch in einer Fachoberschule oder in einem zoologischen Forschungsinstitut befand.

Doch genau solche Momente gehörten auch zu einer Schulzeit. „Sie erinnern uns daran, dass Bildung nicht nur über Lehrpläne, Prüfungen und Noten stattfindet. Schule ist ein Ort, an dem junge Menschen ihren Platz finden, Freundschaften schließen, Fehler machen, daraus lernen und sich weiterentwickeln“, sagte Frau Makosz mit einem milden Lächeln, das Verständnis und Nachsicht symbolisierte.

Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun

Dieser Gedanke beschreibe sehr gut, was die Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen zwei Jahren geleistet haben. Sie hätten nicht nur Wissen erworben. „Sie haben Praktika absolviert, Projekte bearbeitet, Herausforderungen gemeistert und bewiesen, dass sie Verantwortung übernehmen können. Sie haben gelernt, dass Erfolg selten das Ergebnis eines einzigen großen Schrittes ist, sondern vielmehr vieler kleiner Schritte. Das untermalte sie mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

Diese Schritte zu gehen sei sehr wichtig, da viele Gewissheiten, die früher als selbstverständlich galten, heute infrage gestellt werden. Technologische Entwicklungen veränderten die Arbeitswelt in rasantem Tempo. Künstliche Intelligenz ermögliche faszinierende Chancen, werfe aber neue Fragen auf, die dazu führen können, dass auf komplexe Fragen einfache Antworten gegeben werden, so unsere Schulleiterin.

Die Welt mitgestalten

Unter Bezugnahme auf Hannah Arendt sagte sie, dass jeder neue Mensch die Möglichkeit eines neuen Anfangs in die Welt bringe. Jede Generation stehe somit vor der Aufgabe, ihre Zeit mitzugestalten. Frau Makosz appellierte am Ende ihre Rede an unsere ehemaligen Schülerinnen und Schülern, diese Chancen zu nutzen.

Sie wünschte den Absolventinnen und Absolventen für ihren Lebensweg   Mut zu Entscheidungen, Gelassenheit in schwierigen Situationen und die Zuversicht, dass auch schwierige Herausforderungen bewältigbar sind. Sie bedankte bei den Eltern und den Familien. Sie hätten mitgefiebert, unterstützt, motiviert und manchmal vermutlich auch daran erinnert, dass Abgabetermine keine unverbindlichen Empfehlungen sind. Sie hätten Geduld bewiesen und oft mehr Anteil an diesem Erfolg, als nach außen sichtbar wird.

Abschließend bedankte sie sich auch bei den Lehrkräften, „die die jungen Menschen auf ihrem Weg beraten, ermutigt gefordert und gefördert haben, sodass sie heute am Ziel ihres Weges angekommen sind“.

Verantwortung übernehmen

Im Anschluss fand die Abteilungsleiterin der Fachoberschule Dr. Frank nachdenkliche Worte. Sie stellte fest, dass der wechselseitige Respekt nachgelassen habe und sprach von der Entgrenzung Einzelner. Das bereite ihr Sorgen. Deshalb wünsche sie sich, dass die Absolventinnen und Absolventen die „Grenzen ihrer Mitmenschen sehen und respektieren und dass sie bereit sind, Verantwortung für das zu übernehmen, was sie tun und auch dafür, was sie nicht tun, da das Konsequenzen für andere haben kann.“

Danach wurden die besten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs, die einen Notendurchschnitt mit einer 1 vor dem Komma erreichten, geehrt:

Sara Reyhan Sayar                  Ø 1,2 (FW2Ae)

Cihan Cem Babacan                Ø 1,7 (FW2Aa)

Maximilian Robin Wenzel      Ø 1,7 (FW2Aa)

Selina Neufeld                        Ø 1,8 (FG2a)

Luis Engel                               Ø 1,9 (FW 2Aa)

Daris Kamesnicanin              Ø 1,9 (FW 2Ab)

Christiano Wisor Nunes      Ø 1,9 (FW 2Ad)

Juliane Schmidt                     Ø 1,9 (FW 2Ba)

Unsere Schulband mit Thomas Langer und Denis Elsner begleitete die Veranstaltung mit eingängigen Melodien und trug so zur leichten und guten Atmosphäre bei.

Der offizielle Teil wurde mit der Übergabe der Abschlusszeugnisse für alle Absolventen und Absolventinnen abgeschlossen. Diese stießen mit Sekt auf ihren Erfolg an und wurden dann in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventinnen und Absolventen!